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So springt der Funke zwischen Gemeindewebsite und User

So springt der Funke zwischen Gemeindewebsite und User

Jede Gemeinde ist einzigartig. Ein entsprechender Onlineauftritt bietet vielfältige Möglichkeiten, die Vorzüge auch im Web bestmöglich zu präsentieren und für die verschiedenen Zielgruppen mit Zusatzfunktionen auszustatten. Unser Spezialist Tony Steinmann weist jahrelange Erfahrung im Bereich Gemeinde-Marketing auf. Welchen entscheidenden Mehrwert die Implementierung einer dezentralen Datenverwaltung bietet und wieso eine innovative und individuelle Website für jede Gemeinde Sinn macht, verrät er im Interview.

Wann hast du die erste Gemeinde-Website betreut und umgesetzt? Welche Herausforderungen galt es zu bewältigen?

Die erste Gemeindewebsite konnte ich im Jahr 1999 online schalten. Seither betreue ich diverse Gemeindewebsites und durfte für viele Gemeinden die Website von einer IT-Generation in die nächste weiterentwickeln. Die Herausforderungen entwickeln sich mit dem technischen Fortschritt. Heute ist sicher die korrekte Anzeige auf allen Endgeräten vom Desktop bis zum Smartphone ein Must. Die effiziente, dezentrale Datenpflege war schon immer ein grosses Bedürfnis und künftig sind integrierte E-Government-Lösungen mit Anbindung an die Gemeinde-IT-Systeme gefragt.

Welche Funktionen umfasst die dezentrale Dateneingabe, welche die neue Website der Stadt Willisau bietet? Was sind die Vorteile dieses Tools und für wen lohnt sich die Implementierung?

Eine Gemeindewebsite ist primär ein Nachschlagewerk für News, Personen, Termine, Dokumente, Onlinedienste usw. Damit sich alle Institutionen wie Vereine, Schulen, Kirchen, Firmen, Parteien usw. aktuell präsentieren können, ist eine direkte Bearbeitung der eigenen Daten unabdingbar. Es soll nicht die Aufgabe einer Gemeindeverwaltung sein, die Vorstandsmitglieder und Veranstaltungen aller in der Gemeinde aktiven Organisationen auf der Website einzupflegen. Daher ist die dezentrale Dateneingabe mit Logins für alle Organisationen eine wichtige Voraussetzung, sodass die Gemeindewebsite jederzeit in allen Bereichen aktuell ist. Dank diesem Feature sind beispielsweise auf der neuen Website der Stadt Willisau sämtliche Personen nur einmal erfasst und mit ihren Einträgen verknüpft. So haben auf willisau.ch über 300 Personen Zugriff auf ihre Einträge. Mit dieser Funktion wird die Inhaltspflege der Website für die Gemeinde zum Selbstläufer. 

Was ist der «Knackpunkt» der perfekten Gemeinde-Website?

Die Website als Alleinstellungsmerkmal für eine Gemeinde mit einem individuellen Webdesign und individuellen Funktionen zu realisieren ist aufwändiger, als eine Standardlösung herzunehmen und mit den Daten einer Gemeinde abzufüllen. Die Möglichkeiten einer individuellen Lösung werden durch das Budget definiert. Es gilt jeweils offen über den Budgetrahmen zu diskutieren und die bestmögliche Variante auszuloten. Bei der Budgetbeurteilung gilt es auch die laufenden Kosten, z.B. über die nächsten fünf Jahre, einzurechnen.

Wie lange gilt eine innovativ umgesetzte Gemeinde-Website als «neu» bzw. nach welchem Zeitraum ab Go-live empfiehlt sich ein Update / eine erste Anpassung?

Eine IT-Generation dauert drei Jahre! Somit wäre der Lebenszyklus einer Gemeindewebsite eigentlich drei Jahre. Die Budgetpraxis spricht da aber eine andere Sprache. In jedem Fall empfiehlt es sich, das CMS sicherheitstechnisch aktuell zu halten und sinnvolle Anpassungen laufend zu realisieren. Wenn man sich diesbezüglich optimal verhalten will, sollten pro Jahr 10% der Erstellungskosten in die Website investiert werden. Der nächste technologische Step, dem man sich nicht entziehen kann, kommt bestimmt. Wann dies sein wird, steht in der Cloud. Viele Gemeinden haben in der Vergangenheit mehr als zwei IT-Generationen verstreichen lassen, bis sie sich für einen Relaunch entscheiden konnten.

Sollte man den Fokus bei Gemeinde-Websites stärker auf den textlichen Inhalt oder die Bildwelt setzen?

Man kann sagen, dass es zwei Zielgruppen gibt. Die wiederkehrenden Besucher einer Gemeindewebsite, welche die Site als Infopool und Onlineschalter nutzen, ist die grössere Zielgruppe. Sie wollen Infos wie Kontaktdaten oder Infos zu Veranstaltungen schnell und schlüssig finden. Für sie ist also Inhalt, sprich Text, in einer guten Strukturierung mit schnellem Zugriff wichtig. Die zweite Zielgruppe sind Websitebesucher, die sich ein Bild über die Gemeinde machen wollen. Zum Beispiel potenzielle Zuzüger. Diese Zielgruppe können wir vor allem mit einem überraschenden Webdesign abholen. Dazu eignet sich starkes Bildmaterial natürlich hervorragend. Es braucht also beides.

Werden Gemeinde-Websites grundsätzlich häufiger mobile oder am PC/Mac aufgerufen?

Gemäss aktuellen Statistiken machen die Desktopzugriffe meistens noch mehr als die Hälfte aller Zugriffe aus. Der Anteil der mobilen Zugriffe mit Tablets und Smartphone nähert sich der 50%-Grenze. Die korrekte Darstellung auf allen Endgeräten ist daher eine absolute Muss-Anforderung.

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